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Erfahrungsbericht HU 23.06. - 25.06.2020
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isseL



Anmeldungsdatum: 02.09.2017
Beiträge: 13
Wohnort: EDAC/AOC

BeitragVerfasst am: Di Jun 30, 2020 8:30 pm    Titel: Erfahrungsbericht HU 23.06. - 25.06.2020 Antworten mit Zitat

Hey Leute,

wie versprochen, folgt hier noch mein Erfahrungsbericht für die Hauptuntersuchung.
Ziel des Berichtes ist, euch einen guten Überblick über das Auswahlverfahren zu verschaffen und euch mental auf eure eigene HU einzustellen. grins


Nachdem ich bereits letzten September meine Voruntersuchung erfolgreich bestanden habe (wie ihr hier lesen könnt), hat meine HU nach einigen Verschiebungen schlussendlich doch noch stattfinden können. Ursprünglich war ich auf den 6. April 2020 eingeladen. Aus verständlichen Gründen, die mit der Pandemie zusammenhängen, wurde der Termin damals allerdings abgesagt. Am 23. Juni war es nun aber wirklich soweit.

Kurz nachdem ich meinen Termin telefonisch bestätigt hatte, habe ich hier im Forum einige weitere Mitstreiter mit demselben HU Termin gefunden. Also wenn ihr diesen Bericht lest und schon wisst wann eure HU ist, solltet ihr unbedingt mal ->hier<- nachschauen, ob es noch jemanden mit eurem Termin gibt.


Angereist bin ich - wie auch bei der VU - einen Tag vor Beginn der ersten Tests; diesmal jedoch nicht mit der Bahn, sondern mit dem Auto. Alle Bewerber, die eine Hotelunterkunft wollten, wurden im Hotel Cockpit untergebracht. Auch das kannte ich schon von der VU. Durch meinen Post habe ich drei meiner Mitbewerber schon gekannt. Am Abend vor den Teamtests sind wir vier gemeinsam in die Rotbuche etwas essen gegangen. Im Nachhinein war diese Erfahrung extrem wichtig. Die anderen drei Bewerber aus dem Hotel haben wir dann am nächsten Morgen beim Frühstück kennengelernt. So waren wir schon sieben. Der achte Bewerber kam aus Hamburg und hatte deshalb keine Hotelübernachtung beantragt. Ihn lernten wir erst am nächsten Tag im Treppenhaus des DLR kennen.


Wie schon in der ersten HU mit Corona-Auflagen, wurden auch wir nur einzeln beim DLR hereingelassen. Der Rest von uns musste so lang im definitiv nicht akklimatisierten Treppenhaus warten. Bewerber für Bewerber wurde uns das Hygieneschutzkonzept erklärt: Ständig muss man sich die Hände desinfizieren und im ganzen Gebäude eine Maske tragen. Nur während gewisser Tests durfte diese weg. Anschließend hat sich sowohl die Auswahlkommission, bestehend aus zwei Psychologen und zwei Mitarbeitern der DFS, als auch jeder Bewerber vorgestellt.

Da ich wie jeder andere Bewerber bereits einer Vertraulichkeitserklärung zugestimmt habe, muss ich mich in meiner Nachfolgenden Beschreibung stark beschränken.

Alle Bewertungen hier sind meine Meinung und müssen nicht deiner Erfahrung oder der objektiven Schwierigkeit der Tests entsprechen.

Anfangs wurde der Ablauf des Tages erklärt. Dazu wurden wir nach dem Alphabet in mehrere Gruppen aufgeteilt. Abwechselnd wurden dann verschiedene Tests durchgeführt. Da wir acht Leute waren und niemand krank wurde, ging die Aufteilung perfekt auf. Es gab zwei Vierergruppen für den Flugstreifentest. Diese wurden für den Straßenbeladungstest wiederum in je zwei Gruppen von je zwei Personen geteilt.
Zuerst habe ich die Instruktionen sowie den Einzeldurchlauf des Straßenbeladungstests gemacht; danach dann den Flugstreifentest und zum Schluss den Gruppendurchlauf des Straßenbeladungstests.


Flugstreifentest GSU
Aufgrund der Pandemie wurde der Flugstreifentest leicht abgeändert. Wir haben ihn zu viert bearbeitet und saßen, getrennt durch Plexiglasscheiben, an einem runden Tisch. Aufgabe ist es, im Team fehlende Daten der vorliegenden Flugstreifen auszufüllen und diese sinnvoll zusammenzulegen. Dazu gibt es gewisse Informationen, die sich gegenseitig ergänzen. Zwischendurch werden dann noch einige Fragen gestellt. Diese müsst ihr beantworten, bevor ihr weitermachen dürft.
Persönlich hat mir der Test sehr viel Spaß gemacht. Am Anfang war er ziemlich undurchsichtig, aber wenn man sich selbst nicht aufgibt, wird man sicher vor der Zeitbegrenzung fertig. Mein persönlicher Tipp für den Test: Macht euch klar, dass es mehr um die Teamarbeit als um das Ergebnis geht. Obwohl ich das wusste, habe ich es nicht unbedingt immer beachtet. Nehmt keine Rolle ein und zeigt euch konstruktiv.


Straßenbeladungstest DCT
In diesem Test geht es darum, ein Verkehrsleitsystem zu bedienen. Man soll vier Straßen mit gewissen Fahrzeugen beladen, welche sich in ihrem Gewicht unterscheiden. Die Kapazität der Straßen soll optimal ausgenutzt werden. Beachtet man die angezeigten Einschränkungen, bekommt man Punkte.
In den Einzeldurchläufen hat das bei mir sehr gut geklappt. Der Test ist schnell zu verstehen und nicht zu kompliziert. In den fünf Gruppendurchläufen müsst ihr später gemeinsam mit einem anderen Bewerber den Test nochmals machen. Dabei habt ihr aber nicht die gleichen Informationen. Diese müsst ihr per Sprechfunk untereinander austauschen.

Wichtig: In den letzten Durchläufen bekommt ihr Rollen zugewiesen. Haltet diese strikt ein. Entweder ihr seid Verantwortungsträger oder eben nicht. Das ist der einzige Zeitpunkt im Auswahlverfahren, in dem ihr Rollen tragen sollt.
Persönlich fand ich den Test nicht so einfach wie den GSU. In der Gruppenphase kam es bei mir zweimal zu einer Überlastsituation. Mein Tipp daher: Achtet vor allen Dingen auf die nur kurz angezeigte Nachricht am Anfang des Tests! Ich hab sie jedes Mal wieder vergessen.


Etwa 13.00 Uhr war das Ganze dann vorbei. Nachdem wir anschließend bei LIDL die Backstube überfallen hatten zwinker; sind wir zurück ins Hotel, denn erst 16.00 Uhr sollten wir wieder beim DLR sein, um unsere Ergebnisse zu erfahren. Die Zeit habe ich für einen späten Mittagsschlaf genutzt. Als wir alle wieder dort saßen, dauerte es jedoch noch ein bisschen. Etwa gegen 16.30 Uhr wurde dann verkündet, dass es leider einer von uns achten nicht geschafft hat. Demjenigen wurde anschließend detailliert erklärt, woran es genau gelegen hat.

Tatsächlich war es derjenige, der nicht mit uns im Hotel übernachtet hat. Glaubt mir, selbst wenn ihr aus Hamburg kommt, solltet ihr unbedingt im Hotel übernachten. Es kostet euch ja nichts (in der HU) und stärkt den Zusammenhalt im Team ungemein. Das wiederum vereinfacht die Teamtests.

Danach wurden noch die Termine für die Englisch Prüfungen und Interviews verkündet. Ich hatte einen freien Tag, da mein Interview erst am Donnerstag war.


Gemeinsam mit den anderen beiden Bewerbern, die Donnerstag nach mir das Interview haben sollten, war ich an diesem freien Tag in der Innenstadt von Hamburg. So konnten wir uns gegenseitig ein wenig die Aufregung nehmen. Nebenbei haben wir außerdem noch mit unseren vier Kollegen mitgefiebert, die vor uns schon dran waren.


Am Tag der Wahrheit ging es früh für uns los: Schon 7.45 Uhr sollten wir im Gebäude des DLR sein. Daher durften wir auch schon zehn Minuten vor gewöhnlichem Beginn der Frühstückszeit, also ab 6.50 Uhr im Hotel essen. Nachdem wir dann mit dem Bus zum DLR gefahren waren, wurden wir mit dem Ablauf des Tages vertraut gemacht - selbstverständlich wieder unter all den Hygieneauflagen. Ich war 7.50 Uhr als Erster zur Englischprüfung dran und hatte um 9.45 Uhr auch als Erster mein Interview an dem Tag. Zwischendurch habe ich vor dem Gebäude des DLR gewartet.


Englischprüfung (mdl)
In der zwanzigminütigen Vorbereitungszeit bekommt ihr einen Text, den ihr nach dieser laut vorlesen werdet. Ihr müsst euch dann mit den Mitarbeitern der DFS über diesen Text unterhalten und einige Fragen beantworten. Danach habe ich den Comic gewählt. Auch hier müsst ihr viel reden. Ich habe ihn erst beschrieben, dann interpretiert und auf Nachfrage auf mein eigenes Leben übertragen. Das hat sich bei mir grad so angeboten. Irgendwann werdet ihr dann einfach von den Prüfern unterbrochen. Danach müsst ihr das Gebäude verlassen.
Wie ich nach meinem Interview später erfuhr, hat mein Englisch zwar „gereicht“, wäre aber in manchen Aspekten noch verbesserungswürdig. Speziell die Aussprache hätte etwas besser sein können. Tipp für jeden, der kein Native Speaker ist: Übt Aussprache so viel wie möglich. Meine war vor allem durch die Aufregung und da ich während des Lockdowns kaum aktiv Englisch gesprochen habe etwas unter meinem sonstigen Englischniveau.


Interview
Überpünktlich wurde ich vor dem Gebäude abgeholt. Oben angekommen, gab es jedoch noch einige Verzögerungen im Konferenzraum. Daher habe ich nebenan im Warteraum warten müssen. Das hat eine gefühlte Ewigkeit gedauert. Lasst euch schon davon aber nicht aus der Ruhe bringen, versucht euch zu entspannen - wirklich. Ich hab mir noch einmal die wichtigsten Fragen durchdacht. Als es dann endlich losging, wurde ich zuerst in ein kurzes Gespräch verwickelt (was ich denn gestern am freien Tag gemacht hätte, ob ich das erste Mal in Hamburg wäre, etc.). Dann wurde mir erklärt wie das Interview ablaufen wird:

Anfangs wird ein Mitarbeiter der DFS mit euch über den Job des Fluglotsen sprechen. Danach wird sich ein Psychologe mit euch über euer Leben unterhalten (Online Fragebogen, TSS, handgeschriebener Fragebogen). Und anschließend werden dann noch die drei Knobelaufgaben gestellt.
Zuerst wurde ich nach meiner Motivation gefragt und wie ich auf die DFS aufmerksam geworden bin. Anschließend ging es darum, was einen Towerlotsen von einem Centerlotsen unterscheidet, was die beiden eigentlich genau machen, womit sie arbeiten, etc. Danach wurde in meinem Interview noch kurz die Remote-Tower-Control Zentrale in Leipzig angesprochen.

Im Gespräch mit dem Psychologen ging es dann oft um Entscheidungsfindungen und meinen Alltag. Ihr könnt die Fragen definitiv alle beantworten, wenn ihr ehrlich und nicht zu nervös seid. Vorteilhaft ist, wenn ihr noch wisst, was in eurem handgeschriebenen Fragebogen (den man vor der VU abgeben musste) drinsteht. Vor allem die Schwächen solltet ihr alle begründen können. Ihr solltet wissen, wie ihr mit ihnen umgeht und sie auch eingestehen. Außerdem solltet ihr Beispiele für eure Charakterzüge haben. Beispiel: Sie sagen Sie seien spontan. Was ist das Spontanste, was Sie in den letzten 4 Wochen gemacht haben?

Ein anderer Punkt, der angesprochen wird sind eure Tests: Ihr müsst euer Auswahlverfahren selbst reflektieren und begründen können, warum ihr in gewissen Tests Fehler gemacht habt. Ich wurde etwa auf meine Überlastsituation im DCT und SDM angesprochen. Diese habe ich ganz einfach eingestanden und versucht zu erklären wie ich mit ihr umgegangen bin.

Auch die Knobelaufgaben am Ende sind definitiv nicht unlösbar. Ich habe zwei der drei lösen können. Es ist wirklich sehr wichtig, dass ihr die Hilfestellung der Prüfer annehmt und sozusagen „laut denkt“. Getestet wird, wie ihr Problemstellungen bearbeitet und wie ihr mit Faselfehlern umgeht. Also nicht auf den eigenen Weg versteifen. Wenn die Zeit abläuft, müsst ihr die Bearbeitung abbrechen.

Ich fand das Gespräch sehr angenehm. Man kann sich wirklich auf Augenhöhe mit den Prüfern unterhalten. Es gab sogar eine Situation, in der alle lachen konnten (aufgrund meiner komischen Wortwahl grins).
Nach dem Gespräch muss man den Raum wieder verlassen und die Entscheidung der Kommission abwarten. Auch das war eine gefühlte Ewigkeit.

Anschließend werdet ihr wieder in den Raum geholt und euch wird ohne große Verzögerung sofort euer Ergebnis verkündet. In meinem Fall war es positiv. grins Vor lauter Freude habe ich in den nachfolgenden Minuten nur mit einem Ohr hingehört. Es wurden die Ergebnisse der Tests besprochen (also wie gut ich in den getesteten Eigenschaften jeweils bin). Außerdem wurde darauf eingegangen, was ich an meinem Englisch verbessern kann und wie ich mich auch persönlich weiterentwickeln kann und meine Schwächen überwinde. Trotz dieser (positiven und sehr konstruktiven) Kritik, waren die Psychologen in meinem Fall zum Glück überzeugt davon, dass ich die Ausbildung schaffen kann.


Die Gründe, dass meine Kollegen das Interview teilweise leider nicht geschafft haben, sind:
  • Überforderung bei den Teamtests, im Interview nochmal bestätigt (bei gleich 2 Leuten)
  • zu dominant bei den Teamtests, im Interview nochmal bestätigt


Hier findet ihr einige Tipps für eure HU. Zusammenfassend sind diese Tipps wirklich am wichtigsten:
  • Ehrlich bleiben
  • Nicht nervös sein
  • Nicht aus der Ruhe bringen lassen



Hier noch die Statistik:

    HU Tag 1 (Teamtests)
    Angetreten: 8 (alle männlich)
    Bestanden: 7

    HU Tag 2 (Englisch und Interview)
    Angetreten: 4
    Bestanden: 1

    HU Tag 3 (Englisch und Interview)
    Angetreten: 3
    Bestanden: 2

    Insgesamt: 3/8 (3m)



Einen Vorvertrag habe ich nach dem Interview übrigens nicht bekommen - aus Hygieneschutzgründen. Dafür wurde das Ergebnis sofort an die Akademie weitergegeben. Noch am selben Tag wurde mir die Bestätigung per E-Mail geschickt. Mein Medical fand nicht direkt im Anschluss statt. Mittlerweile habe ich einen Termin für den 8. Juli. Erst wenn ich den bestanden habe, werde ich wissen, in welchen Kurs ich komme. Das erfahre ich ja schließlich erst mit meinem Vertrag. Updates dazu poste ich sobald wie möglich.

Ich hoffe ihr übersteht die HU genauso gut wie ich!

Grüße,
Erik
_________________
VU: 25. - 26.09.2019 passed
HU: 23. - 25.06.2020 passed
Medical: 08.07.2020 waiting
Start of training: November 2020
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turkesc
Fluglotse/in


Anmeldungsdatum: 09.07.2010
Beiträge: 414
Wohnort: Bremen

BeitragVerfasst am: Di Jun 30, 2020 9:19 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Glückwunsch thumbs up
_________________
VU: 11.08 - 12.08.2010 Positiv grins
HU: 28.09 - 01.10.2010 Positiv grins
Medical: 01.10.2010 Positiv grins
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BubbleGum123



Anmeldungsdatum: 06.07.2020
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: Mi Jul 08, 2020 11:47 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Moin Erik,

erstmal danke für diesen ausführlichen Bericht und Glückwunsch, dass du es geschafft hast! Mir sind beim Lesen einige Fragen eingefallen, von denen ich hoffe, dass du sie beantworten kannst.

Deine VU und deine HU lagen ziemlich weit auseinander, hast du dich auf beide speziell vorbereitet? Bzw hast du neben den Übungen die einem zugeschickt werden, dich langfristig drauf vorbereitet, oder hast du Tipps zur allgemeinen Vorbereitung?

Inwiefern wird im Einstellungstest "Allgemeinwissen" abgefragt? Also muss man spezifische Dinge zur Luftfahrt wissen, auch wenn man sich damit nicht in der Freizeit beschäftigt? Du meintest, bei dir wurde die Remote Zentrale in Leipzig angesprochen, kommst du von da oder warum wurde sowas gefragt? Muss man sowas dann zwingend wissen, oder kann man beruhigten Gewissens auch mal sagen, dass man etwas nicht weiß?

Und wie kriegt man seine Nervosität in den Griff? grins

Vielleicht hast du ja ein paar Antworten oder Hinweise für mich, jetzt wo du entspannt darauf zurückblicken kannst.

Grüße
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isseL



Anmeldungsdatum: 02.09.2017
Beiträge: 13
Wohnort: EDAC/AOC

BeitragVerfasst am: Do Jul 16, 2020 11:48 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

freut mich sehr, dass dir mein Bericht gefällt. grins

Meine VU und HU lagen so weit auseinander, weil ich mich sehr früh beworben habe und mein frühstmöglicher Ausbildungstermin jedoch erst genau ein Jahr später war. Die DFS hatte ziemlich bald meine VU schon angesetzt, jedoch bei der HU dann erst mal die Leute genommen, die als nächstes anfangen können. Deswegen gab es bei mir dazwischen eine große Lücke.

Ich habe mich mit den CBTs auf die VU vorbereitet und dann mit Motivationsfragen, Stärken/Schwächen, Englisch, Erfahrungsberichten und der Karriereseite auf die HU. Mehr Vorbereitung ist definitiv nicht nötig.

"Allgemeinwissen" an sich wird nicht abgefragt. Was du dagegen können musst, ist, die Ausbildung und die Arbeit eines Fluglotsen zu erklären. Dabei ist es nicht wichtig, alles bis ins kleinste Detail zu verstehen, sondern zu zeigen, dass du dich dafür interessierst. Du solltest grob wissen was ein Lotse macht, dass Tower nicht dasselbe wie Center ist, was für Fächer an der Akademie unterrichtet werden, etc.

In dem Zuge solltest du auch mal kurz von der Remote Tower Control Zentrale in Leipzig gehört haben. Guck da einfach mal auf der Seite der DFS vorbei, da steht was dazu (Und ja, möglicherweise wurde ich auch nur danach gefragt, weil ich aus der Nähe von Leipzig komme)

Andere Sache: Zu sagen, dass du etwas nicht weißt, ist das ehrlichste was du machen kannst, wenn es denn so ist. Rede dich in dem Moment nicht raus oder erfinde irgendwas, bleib einfach immer ehrlich. froehlich001

Die Nervosität kriegst du vor allem leicht in den Griff, wenn du dich selbst sicher fühlst. Also: Bereite die auf das Interview vor (wie oben beschrieben) und such dir einen Plan B. Wenn du den vor deinem Interview sicher hast, gehst du viel gelassener an die Sache ran. Das hat mir extrem geholfen. Mach dir einfach klar, dass es mit Nervosität sowieso nicht funktionieren kann.

Hoffe das hilft dir! zwinker

Grüße,
Erik
_________________
VU: 25. - 26.09.2019 passed
HU: 23. - 25.06.2020 passed
Medical: 08.07.2020 waiting
Start of training: November 2020
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BubbleGum123



Anmeldungsdatum: 06.07.2020
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: So Jul 26, 2020 8:50 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Achso, alles klar froehlich001 na dann werd ich mich mal noch ordentlich informieren und vorbereiten, danke für die Empfehlungen top
_________________
Wenn du nicht aufhören kannst, daran zu denken, hör nicht auf, dafür zu kämpfen!
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